Dres. medic-stom./ UMF Klausenburg Christa & Thomas Jungwirth
Prophylaxe

Bei Handzahnbürste weiche Borsten mit unterschiedlicher Länge wählen

(IME/Frankfurt/Main) Galt bislang noch die Empfehlung, Handzahnbürsten sollten ein ebenes Borstenfeld haben, so ist diese von einer Weiterentwicklung überholt. Prof. Dr. Stefan Zimmer von der Charité in Berlin legte allen Mundhygiene-Bewussten auf dem letzten Deutschen Zahnärztetag in Erfurt folgende "Trendzahnbürsten" nahe: Die Zahnbürste sollte eine Bürstenkopfstruktur mit weichen Borsten haben, die so angeordnet sind, dass einzelne zugespitzte Büschel zwischendrin länger heraus stehen. Diese herausragenden Büschel können beim Putzen besser bis in die Zahnzwischenräume gelangen. Insgesamt, so der Experte, umschließt eine solche Zahnbürste den Zahn besser beim Putzen, da der Zahn ja auch überwiegend gerundet ist. Dieser Experten-Rat betrifft immerhin 77 Prozent der Bundesbürger, die, einer aktuellen Befragung des Meinungsforschungsinstituts EMNID zu Folge, eine manuelle Zahnbürste benutzen.

Außerdem solle man beim Kauf genau hinschauen, wie die Borsten im Bürstenkopf verankert sind. Der Gesetzgeber schreibt eine "spaltfreie" Verankerung vor, damit möglichst wenige Nischen vorhanden sind, in denen sich Bakterien oder Viren absetzen können. Eine spaltfreie Verankerung wird am besten erreicht, wenn der Kunststoff, aus dem der Bürstenstiel besteht, um die Borsten herum gespritzt wurde. Ferner empfiehlt Zimmer, dass eine Zahnbürste umso weicher sein sollte, je gründlicher die Mundhygiene betrieben wird. Mit der Intensität der Zahnpflege könne auch das Verletzungsrisiko für das Zahnfleisch beim Bürsten steigen.

Quelle: Informationskreis Mundhygiene und Ernährungsverhalten

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